Wohin gehen wir?

Wohin gehen wir?

Wenn man unterwegs ist, ist es gut, wenn man das Ziel kennt und vor Augen hat. Die wenigsten Menschen starten eine Reise, ohne sich vorher die Karte angesehen oder das Navigationsgerät programmiert zu haben. Aber bei beiden Möglichkeiten bestimmen wir selbst den Ankunftsort.

In der Gemeinde ist das etwas anders. Da kann es nicht darum gehen, wo wir selbst hin wollen oder was wir für anstrebenswert halten. Da sollte ein anderer das Ziel und die Route dorthin festlegen, nämlich Gott. Und wir müssen genau hinsehen und hinhören, wo es lang geht.

Genau diese Fragen beschäftigen uns seit einiger Zeit intensiv in der Gemeindeleitung und darüber hinaus viele Mitglieder der Gemeinde. Was will Gott von uns? Wo möchte er uns haben? Welchen Herausforderungen sollen wir uns in der Zukunft stellen?

Eine wesentliche Erfahrung haben wir dabei in den letzten Jahren schon gemacht: Wo wir hören und tun was Gott möchte, werden wir vielfältig beschenkt. Die Hausaufgabenhilfe, die genau aus diesem betenden Hören erwachsen ist, ist der beste Beweis. Nie haben wir uns Sorgen um finanzielle Mittel machen müssen, Gott gab sie. Nie waren zu wenig Mitarbeiter da, Gott hat sie geschenkt und für die Sache begeistert.

Das macht Mut zum Weiterhören und Weiterbeten. Wir leben in einem Ort, in dem es viele Menschen in schwierigen Lebenssituationen und ohne Perspektiven gibt. Und das in allen Altersschichten. Wenn wir als Gemeinde glaubwürdig vom Evangelium reden wollen, dann können wir das nicht tun, ohne unser Umfeld im Blick zu haben. Zu erkennen, wo Gott uns hier gebrauchen möchte, wird die Herausforderung der nächsten Zeit für uns als Gemeinde sein. Hier gilt es weiter zu fragen und zu beten. Hier kann es auch hilfreich sein, die Erfahrung und den Rat anderer Christen zu nutzen, die in diesem Bereich schon viele Erfahrungen gemacht haben.

Genau das wollen wir in unserem Jubiläumsjahr tun. Nicht nur auf das sehen, was war und was ist, sondern damit rechnen, dass Gott uns zeigt, was sein soll für die Zukunft.

Wir sind unterwegs. Und anders als bei einer Urlaubsreise wissen wir nicht, wo es hingeht und wie die Reise verlaufen wird. Aber genau das macht das Leben mit Gott doch spannend und nie langweilig. In einem allerdings können wir uns sicher sein:  Er hat gute Ziele für und mit uns. Und er selbst ist der beste Reiseleiter.

Hartmut Hunsmann, Pastor